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Mittwoch, 13. Februar 2008

Kindle verlässt ABB

ABB-Konzernchef Fred Kindle hat seinen Chefsessel trotz eines Glanzjahres 2007 per sofort verlassen. Über die Gründe schweigen die Beteiligten. Kindle verlasse ABB aufgrund "unüberbrückbarer Differenzen über die Führung des Unternehmens", teilte der Konzern dazu lediglich mit. ABB präsentierte zudem erste Zahlen: Der Umsatz stieg 2007 um 25 Prozent auf 29,2 Mrd. Dollar. Der Konzerngewinn wuchs um eindrückliche 2,4 Mrd. Dollar auf 3,8 Mrd. Dollar. Derweil brodelt es in der Gerüchteküche: Da sich der Verwaltungsrat vollumfänglich hinter die Strategie stelle, könnten die Differenzen bei der Wachstumsstrategie liegen, hiess es in Analystenkreisen. Die Börse reagierte verunsichert, die ABB-Aktie schloss 5,1 Prozent im Minus.

Was muss das für ein Gefühl sein, wenn man ein Unternehmen verlässt und die Aktie taucht an diesem Tag, trotz besten Zahlen, bis zu 10% ins Minus. Na da kann man sich ja seinen Marktwert gleich selbst ausrechnen...

Mittwoch, 23. Januar 2008

Es bleibt unübersichtlich und volatil

Gestern (22.01.08) senkte die FED die US-Leitzinsen ausserterminlich um volle 75 Basispunkte. Der Auslöser dafür waren wohl die Futures der amerikanischen Indizes welche für den Dienstag lange auf minus 6% standen - und natürlich die massiven Verluste an den asiatischen/europäischen Märkten. Gut, da waren die US-Futures auch nicht ganz unschuldig-. Nächste Woche steht nun der ordentliche Termin der FED an und man kann von weiteren Zinssenkungen ausgehen. Ob dies nun ein Wink der FED war um zu zeigen wie schlecht es wirklich mit der Wirtschaft in den USA steht? Diese Frage bleibt offen. Auf jedenfall machen die zunehmenden Inflationsängste in der USA die Aufgabe von Herrn Bernanke auch nicht einfacher. Man darf gespannt auf das nächste Kapitel schauen.

Die Volatilität der vergangenen Tage, besser gesagt Wochen, bleibt weiter im Markt. Der Tiefpunkt des Dow Jones lag heute bei 11'644 Punkte, am Ende schloss der Index bei 12'272. Eine Differenz von 628 Punkte, welche durch viele Zukäufe vorallem in den letzten zwei Handelsstunden zustande gekommen ist.



Zu den Gewinner in der USA gehören heute für einmal die Finanzwerte. Die Citigroup und JP Morgan Chase mit 9% resp. 12% schwangen oben aus.

Spannend ist nun wie die asiatischen und die europäischen Börsen allen voran die Finanzwerte auf dieses Plus reagieren.

Montag, 21. Januar 2008

Gedanken zu einer Rezession in den USA

Rezession, die Definition
Die Rezession (Abschwung, kontraktive Phase) bezeichnet die Konjunkturphase, in der eine Stagnation bis hin zum Abschwung der Wirtschaft auftritt. Die am meisten verbreitete Definition besagt, dass eine Rezession vorliegt, wenn die Wirtschaft zwei Quartale nacheinander nicht wächst, bzw. ein Rückgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt), allerdings verglichen mit dem jeweiligen Quartal des. Eine Rezession hat üblicherweise Kursverluste an der Börse zur Folge. Verschärft sich eine Rezession bzw. kommt es zu einer längeren kontraktiven Phase, spricht man von Depression.

Eine Rezession ist somit keine Krankheit oder irgendein gemeiner Virus sondern eine normale Phase, die zu einer gesunden Wirtschaft dazugehört. Vergleiche es auch gerne mit einem Frühjahresputz, es wird wieder einmal aufgeräumt, gereinigt und nach einer Weile (natürlich kann es eine lange Weile sein) sieht es wieder aus wie vorher.



Die Zentralbanken versuchen bei einem Aufschwung mit Zinserhöhungen die Investitionen zu drücken. Bei einer Rezession werden die Zinsen gesenkt um leichter Kapital für Investitionen bereitzustellen.

...Klingt komisch, ist aber so...

Sonntag, 20. Januar 2008

Doch, am besten ist hier die Achterbahn...

Wie könnte man die momentane Lage an den Aktienmärkten in einem kurzen anschaulichen Beispiel schildern. Lange gegrübelt......und die Achterbahn als bestes Vergleichsmittel gefunden.

Man stelle sich vor, eine Achterbahn, jeder Wagen besetzt bis auf den letzten Platz. Rauf und runter, kopfüber und in Schräglage alles prima. Leute steigen aus und die nächsten stehen bereits Schlange um einzusteigen. Wie an der Börse, Leute verkaufen andere kaufen. Nun hält sich allerdings das Gerücht, dass es in der ersten Linkskurve, welche die Achtebahn besitzt, einen Defekt gibt und die Gefahr vom Abflug bestehen könnte. Viele Passagiere, die noch auf der Achtebahn sitzen möchten schnellstmöglich, wenn nicht sogar panikartig den Wagen verlassen und durch die möglicherweise unsichere Fahrt steht nun nur noch ein Bruchteil der Personen -man könnte sie auch waghalsig nennen- bereit um einzusteigen und die wilde Fahrt auf sich zu nehmen. Je mehr sich das Gerücht des Defektes bestätig, um so kleiner wird die Schlange vor der Achterbahn...


Na ja, hoffen wir mal nicht auf ein "out of order" Schild!

Mittwoch, 16. Januar 2008

In Hong-Kong ist der Bär los...

Der Hang-Seng in Hong-Kong verlor heute 5,4%, dies ist der bisher drittgrößte Verlust an einem einzigen Handelstag. Von seinem Höchststand im vergangenen Oktober verlor der Index gut 20%. Man darf aber den rasanten Anstieg in den letzten Jahren, bei all dem was nun geschrieben wird, nicht vergessen! Trotzdem ist der Hang-Seng nun "offiziell" ein Bärenmarkt!





Montag, 14. Januar 2008

Achterbahnwoche an den Finanzmärkten?

Diese Woche stehen viel interessante Konjunktur- und Unternehmensdaten vorallem aus den USA an. Insbesondere die Finanzinstitute werden diese Woche, bei der Bekanntgabe der Zahlen für das 4.Quartal 2007, Blicke auf sich ziehen. Analysten rechnen gesamthaft mit weiteren 100Mrd. $ Abschreibungen, dazu muss aber auch erwähnt sein, dass diese Titel bereits vergangene Woche einen Schatten auf die Finanzmärkte geworfen haben und bereits etliche zusätzliche Abschreiber in den aktuellen Aktienkursen verdaut sind. Durch die vielen CEO Wechsel der US-Banken, werden die Zahlen wohl ziemlich genau an die Wahrheit herantreten, ganz nach dem Motto: "Alles was man kann noch dem Vorgänger in die Schuhe kippen".

Dienstag:
Empire State Index
Detailhandelumsätze Dezember
Citigroup, Ergebnis 4. Quartal 2007

Mittwoch:
Konsumentenpreise Dezember
NABH Hausindex
Beige Book
JP Morgan Chase, Ergebnis 4. Quartal 2007

Donnerstag:
Philadelphia Fed Index Baubewilligungen
Merill Lynch, Ergebnis 4.Quartal 2007

Freitag:
Konsumentenstimmungsindex der Universität Michigan

Anmerkung zur Citigroup:
Berichten zufolge dürfte die grösste US-Bank 24Mrd. $ abschreiben und gleichzeitig 17'000 Stellen streichen. Die Aktie notiert momentan, 3o Minuten vor Börsenschluss an der Wall-Street, mit gut 1.50% im plus.


Dienstag, 8. Januar 2008

Auf und ab geht weiter, diesmal ins Positive

SMI 08.01.2007
Rebound des SMI trotz kleiner negativen Nachrichten zum US-Immobilienmarkt.

Montag, 7. Januar 2008

volatil, volatiler, am volatilsten

Was war denn das? SMI + 0.9% bis zur Eröffnung der NYSE, welche sich in den ersten 30 Handelsminuten ebenfalls mit +0.5% gut gehalten hatte. Dann kam folgende Aussage um 16.00 Uhr von Jim Rogers:

Rogers Predicts U.S. Recession, Worst `in a While'

-By Saijel Kishan and Mark Barton Jan. 7 (Bloomberg)-

The U.S. economy is heading for a recession that may be the worst ``in a while'' and investors should sell the dollar as global currencies weaken, investor Jim Rogers said.

``It's going to be one of the worst recessions we've had in a while because we had so many excesses going into it,'' Rogers, chairman of New York-based Rogers Holdings, said in a Bloomberg Television interview today from Singapore. ``It's going to be bad for all of us as currencies come under more and more stress and we have more inflation in the world.''

Was geschah nach dieser Aussage an den ohnehin mit voller Nervosität gefüllten Märkten:
- oben: SMI 17.30 Uhr
- unten: Dow Jones 20.00 Uhr

Der Dow Jones konnte sich bis 20.00 Uhr wieder vom kurzen Sturz erholen für den SMI reichte die Zeit nicht mehr ganz.

Dies ist wieder ein schönes Beispiel für die hohe Volatilität, welche momentan die Märkte bestimmt.

Die Börse ist und bleibt spannend, ob bearish oder bullish

Samstag, 5. Januar 2008

Sehr schlechte US-Arbeitsmarktdaten belasten

Schlechte US-Arbeitsmarktdaten belasten die Aktienmärkte weiter. Die Zahl der in den USA neu geschaffenen Stellen fiel auf 18'000, Volkswirtschaftsanalysten gingen von 75'000 neuen Stellen aus. Der Dow Jones fiel um 2% weit unter 13'000 Punkte auf 12'800 und zog auch die europäischen Märkte runter. Ein schönes Beispiel wie Europa, insbesondere der SMI, sich nach den USA resp. Dow Jones richten:

Chart SMI 04.01.2008


14.30 Uhr: Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten

15.30 Uhr: Eröffnung Dow Jones

Die grosse Frage ist nun, ob sich die USA in eine Stagflation oder Rezession begeben. Beides hätte sein Gutes, so wird einmal aufgeräumt in der Wirtschaft und man muss wieder beginnen zu arbeiten, um seinen Aktionären Vertrauen und Gewinnchancen in Aussicht zu stellen. Neuanlger, welche zittrig mit ihren Papieren umgehen, bringen in solchen Tagen eine enorm grosse Volatilität an den Markt.

Die Preise verschiedener Aktien sind nun für Langzeitinvestoren wieder sehr günstig. Ob diese bereits am Montag beginnen, ihr Depot aufzustocken...?

Mittwoch, 2. Januar 2008

Schlechtester Start des Dow Jones seit 1983

Der erste Handelstag im 2008 für den DOW JONES schloss mit einem Minus von 1.67%. Dies ist der schlechteste Start in ein neues Börsenjahr seit 1983.

Montag, 31. Dezember 2007

FACTS and STUFF

Im Moment nur anlegen, wenn man einen Horizont von mindestens 5 Jahren hat.

Die Märkte sind noch immer sehr hoch bewertet, wenn die Subprime-Krise auch wirklich, wie befürchtet, auf andere Bereiche über schwappt.

Die Privat-Kreditausfälle sind in den USA auf einem erschreckenden Hoch. Die europäischen Aktienmärkte sind nach wie vor abhängig vom Dow Jones.

Eine Krise oder einen Crash wie in den 20er wird es bestimmt nicht mehr geben, die FED kann heute kurzfristig mit Zinssenkungen auf den Markt Einfluss nehmen, auch wenn im Moment der Handlungsspielraum sehr eingeschränkt ist.

Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird die 5 Jahre lang andauernde Hausse nicht mehr im gleichen Niveau fortgesetzt. Ein Grund für diese Entwicklung war bestimmt auch, dass immer mehr Menschen leichter Zugriff an die Börse und Informationen hatten, dem Internet und Medien sei dank. Dies sind aber meist auch Leute, welche sehr zittrige Hände haben und durch schnelle hektische Verkäufe hohe Volatilität an den Markt bringen.